Eine individuell angefertigte Augenprothese ist ein wichtiger Teil der Versorgung nach einem Augenverlust. Ebenso wichtig sind die augenärztliche Betreuung und der fachliche Austausch zwischen den Beteiligten. Deshalb arbeitet das W. Trester Institut für Augenprothetik seit vielen Jahren mit den Universitätsaugenkliniken in Köln und Bonn zusammen.
Dabei bringen wir unsere Erfahrung aus der Anfertigung und Anpassung von Glasaugenprothesen ein. Die Zusammenarbeit verbindet die augenärztliche Perspektive mit dem praktischen Wissen der Ocularisten.
Zusammenarbeit mit der Uniklinik Köln – auch in der Forschung
Unsere Verbindung zur Universitätsaugenklinik Köln zeigt sich unter anderem in gemeinsamen wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Marc Trester hat als Mitautor an mehreren Fachbeiträgen mitgewirkt, die sich mit den Bedürfnissen und Beschwerden von Augenprothesenträgern beschäftigen.
Ein Beispiel ist die 2023 veröffentlichte Arbeit „How to diagnose dry anophthalmic socket syndrome (DASS) in the clinical routine“. Sie entstand gemeinsam mit Alexander C. Rokohl und Ludwig M. Heindl von der Universitätsaugenklinik Köln sowie Keith R. Pine von der Universität Auckland in Neuseeland.
Im Mittelpunkt steht die Erkennung des sogenannten Dry Anophthalmic Socket Syndrome – eines Beschwerdebildes der Augenhöhle nach Augenverlust, das mit Trockenheitsbeschwerden verbunden sein kann. Weitere gemeinsame Veröffentlichungen befassen sich unter anderem mit dem Tränenfilm und der Gesundheitskompetenz von Menschen, die eine Augenprothese tragen.
Für uns ist dieser wissenschaftliche Austausch wertvoll: Er bietet die Möglichkeit, Fragen aus der täglichen Versorgung gemeinsam mit medizinischen Fachleuten zu untersuchen.
Langjährige Zusammenarbeit mit der Universitätsaugenklinik Bonn
Auch mit der Universitätsaugenklinik Bonn verbindet unser Institut eine langjährige Zusammenarbeit. Unsere regelmäßigen Sprechtage an der Klinik sind ein konkreter Bestandteil dieser Verbindung.
Sie ermöglichen Patientinnen und Patienten aus Bonn und Umgebung, Termine zur augenprothetischen Versorgung vor Ort wahrzunehmen. Die aktuellen Termine und Hinweise zur Anmeldung veröffentlichen wir in unserem Sprechtagsplan.
Unterschiedliche Erfahrungen für eine gemeinsame Aufgabe
Augenärzte und Ocularisten betrachten die Versorgung aus unterschiedlichen, sich ergänzenden Blickwinkeln. Die medizinische Untersuchung und Behandlung liegt in ärztlicher Hand. Unsere Aufgabe ist die individuelle Anfertigung und Anpassung der Augenprothese sowie die Beratung zu ihrer Handhabung und Pflege.
Der fachliche Austausch hilft dabei, diese Bereiche aufeinander abzustimmen. Das ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn sich die anatomischen Verhältnisse verändern oder Beschwerden auftreten, die eine gemeinsame Betrachtung erfordern.
Wir danken den Teams der Universitätsaugenkliniken Köln und Bonn für die langjährige Zusammenarbeit. Gemeinsam verfolgen wir das Ziel, Menschen mit Augenverlust aufmerksam und individuell zu begleiten.
