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Unsere Sprechtage

Okt 20
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Okt 24
Aachen, Rehaklinik An der Rosenquelle

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Okt 25
Hagen, St.-Josef-Hospital

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Nov 07
Düsseldorf, Institut W. Trester

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Die Geschichte des Instituts für künstliche Augen W. Trester

 1923 gegründet durch Willy Trester in Köln

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Willy Trester im Militärdienst, Willy Trester in den Jahren der Gründung, Erstes Logo des Unternehmens

Willy Trester wurde als Sohn des Lithografen Albert Trester 1898 in Wiesbaden geboren. Hier verbrachte er Kindheit und Jugend und absolvierte zudem auch seine 1913 begonnene Ausbildung zum Augenmacher bzw. Augenkünstler, in der Anstalt für künstliche Augen Müller-Söhne, Wiesbaden. 1917 trat er als Soldat in das Militär ein und wurde im Krieg mehrfach verwundet, was Konsequenzen für sein späteres Leben hatte.

Nach Entlassung aus dem Militärdienst und Gefangenschaft im Jahre 1919 nahm er seine Arbeit als Augenmacher wieder auf und arbeitete als Angestellter der Firma Müller-Söhne in Wiesbaden bis 1922. 1923 gründete er dann sein eigenes Atelier für künstliche Augen in Köln.

Als einer der ersten „eyemaker" wurde er mit seinen Kollegen 1923 in den USA tätig. Diese Gruppe Deutscher Augenmacher, Max und Arno Köhler, Richard Danz, Auswanderer aus Lauscha, und Willy Trester bereisten gemeinsam in den Jahren 1923-1925 fast die gesamten Vereinigten Staaten. Willy Trester musste sich einer Nierenoperation in Philadelphia unterziehen und reiste, wie erzählt wurde, mit noch offener Wunde zurück nach Deutschland. Die Nachfahren besonders von Danz sind heute an der Westküste der USA führende Hersteller von Kunststoffaugen. Willy Trester baute ab 1931 seine Geschäftsbeziehung zu Südamerika auf. Er wurde der erste Augenhersteller in Lateinamerika. Die Schiffsreisen nach Südamerika dauerten bis zu 3 Wochen. Willy Trester arbeitete anschließend in den Ländern Brasilien, Uruguay und Argentinien, bevor er wieder die Rückreise nach Deutschland antrat. Trotz seines Engagements in Übersee ging in Köln die Arbeit im Atelier weiter. Die Einführung erster Sprechtage in den umliegenden Städten wie Aachen oder Krefeld fällt in diese Zeit.

BildbeschreibungDie Arbeitsbedingungen in Südamerika, Schiffsreisen

In den 30er Jahren befand sich das „Atelier für künstliche Augen" auf dem Karolingerring in Köln. In diesen Jahren kam auch der erste Auszubildende ins Atelier zu Willy Trester. Der Sohn des dortigen Hausbesitzers Franz Keuthmann, Peter Keuthmann, entschied sich für eine fundierte und exzellente Ausbildung zum Augenkünstler bei  Willy Trester und wurde in den späteren Jahren zu seinem Vertrauten und Assistenten.

Gegen Ende des 2. Weltkrieges gab es eine stark wachsende Anzahl von Augenverletzungen. Viele Soldaten mussten unter schwierigsten Umständen medizinisch versorgt werden. Köln war Opfer fast täglicher alliierter Bombenangriffe. Willy Trester wurde zweimal ausgebombt. Letztlich zu Kriegsende verlagerte er seine Tätigkeit nach Lauscha/Thüringerwald, dem Ort, wo 1835 die deutsche Glasaugenproduktion entstand und viele Augenmacher ansässig waren. Bei Kriegsende erlitt Willy Trester immer häufiger schwere Erkrankungen, welche durch den Mangel an Medikamenten kaum behandelt werden konnten. 1945 kehrte er nach Köln zurück in ein Haus bei Bergisch Gladbach, das er noch vor dem Krieg gekauft hatte. Ab 1946 begann er von dort aus provisorisch die Wiederaufnahme der Patientenversorgung mit Wasserstoffgas, das ihm das Leverkusener Bayerwerk zur Verfügung stellte. So konnte in den Notjahren vielen verwundeten Soldaten, die Augenprothesen brauchten, geholfen werden. Im gleichen Jahr kam sein Assistent, Peter Keuthmann, aus der russischen Kriegsgefangenschaft zurück und half seinem erkrankten Chef. Willy Trester verstarb 1947 an den Folgen seiner Erkrankungen und den Verletzungen, die er als Soldat im 1. Weltkrieg erlitten hatte. Er wurde nur 49 Jahre alt.

Bildbeschreibung fehlt noch
Als San. Fw. im Lazarett Breda (1940-1944), Atelier Sebastianstraße 7 in Köln-Niehl (1950), Institut Niehler Straße 380 ab 1959, Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am 4. November 1982

Ab 1948 wechselte Peter Keuthmann, nunmehr als Willy Tresters Nachfolger, nach Köln-Niehl, wo auf engstem Raum nur minimale Arbeitsmöglichkeiten bestanden. Diese zunächst als Provisorium gedachte Notlösung sollte nur dem Übergang dienen, hielt jedoch noch bis ins Jahr 1959. In der Zeit wurden wieder auswärtige Sprechtage in Aachen und Solingen-Ohligs eingerichtet und ab 1952 auch ein Lehrling eingestellt, Heinz Heierhoff, der dem Atelier bis 1965 treu blieb und sich dann selbstständig machte.

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Firmenschilder, der Lehrling Heinz Heierhoff

1959 konnte Peter Keuthmann sein neu gebautes Haus in Köln-Niehl endlich beziehen, wo er ein eigenes, vom Wohnraum unabhängiges Institut eröffnete.

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Das Haus in der Niehler Straße 380

Wolfgang Trester begann nach dem Realschulabschluss, dem Besuch der Höheren Handelsschule und dem Militärdienst bei der Bundesluftwaffe seine Ausbildung zum Ocularisten im Institut seines Stiefvaters Peter Keuthmann. Bereits 1968 eröffnete er für das elterliche Institut Sprechtage in Antwerpen (Belgien) und ganz der Tradition folgend ab 1971 regelmäßige Sprechtage in Südafrika. Später kamen weitere Auslandsbereiche hinzu: Norwegen, Griechenland, Frankreich und der Orient. Wolfgang Trester begann, junge Leute für den Beruf auszubilden. Einer der Ersten war Martin Strack, der zu einem der besten und beliebtesten Mitarbeiter des Instituts avancierte. Ab 1976 eröffnete Wolfgang Trester sein erstes eigenes Institut in Köln in der Domstrasse und übernahm zunächst Teile des Geschäftsbetriebes des Stiefvaters, der ab Mitte der 90er Jahre im neuen Institut W. Trester am Ebertplatz einige seiner alten Patienten weiter versorgte. Peter Keuthmann war langjähriger Vorsitzender des Berufsverbandes VDKI und später Ehrenvorsitzender des Verbandes. 1983 bekam er das Bundesverdienstkreuz verliehen. 1991 verstarb er überraschend.

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Ausbildung, auswärtiger Sprechtag, erstes Institut in der Domstraße in Köln, Arbeit in Norwegen gemeinsam mir Rainer Nägele

Das Institut W. Trester wird heute von seinem Sohn, Marc Trester, als Geschäftsführer geleitet und im Sinne der langjährigen Tradition in die Zukunft geführt.


Auf dem Flug nach Südafrika im Jahr 2002 begegnete Wolfgang Trester den bekannten Freiheitskämpfer Nelson Mandela. Das interessante Treffen wurde in Wolfgang Tresters Tagebuch verewigt.

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